Chris Browns Musik erforschte die Überschneidung zwischen verschiedenen Traditionen und Stilistiken. Er begann als klassischer Pianist und wurde von amerikanischer Experimental- und Improvisationsmusik genauso beeinflusst wie von indonesischen, indischen und kubanischen Musikstilen. Seit den späten 1970er Jahren baut er ein persönliches elektronisches Instrumentarium auf. Zunächst waren es elektrisch verstärkte akustische Geräte, dann baute er analoge Schaltungen die deren Klang veränderten, später selbst zusammengestellte Computer systeme, die ihn interaktiv veränderbar machten. In der letzten Zeit erweiterte er diese Faszination am Instrumentenbau durch das Design von Computer-Netzwerk-Systemen, die mit akustischen Musikern interagieren, sowie mit anderen Computern und Musikern, die über das Internet miteinander verbunden sind.
Unter anderem beauftragten ihn das Rova Saxophone Quartett, das Abel-Steinberg-Winant Trio und das Berkeley Symphony Orchestra mit einer Komposition für ein solches Werk. Als Pianist für das Glenn Spearman Double Trio spielt er live und im Studio in der Tradition des Free-Jazz, unter anderem bei den San Francisco und Monterey Jazz Festivals, den DuMaurier und Victoriaville Festivals in Kanada und sehr viel in Europa.
Er arbeitete auf der Bühne und im Studio mit so herausragenden und unterschiedlichen Improvisierern wie Butch Morris, Anthony Braxton, Wadada Leo Smith, Marilyn Crispell, Barry Guy, Ikue Mori, Dave Douglas, and John Zorn. Als Pianist interpretierte er außerdem die Musik von Komponisten wie James Tenney, Henry Cowell, Christian Wolff, William Brooks, David Rosenboom, Luc Ferrari und Terry Riley.
Chris Browns neuste Werke erweitern die Erfahrung der Netzwerkmusik in neue Performance-Orte. Seit 1990 lehrt er außerdem elektronische Musik, Komposition, Weltmusik und zeitgenössische Performance-Praxis am Mills College in Oakland (USA), wo er Professor für Musik und Co-Direktor des Center for Contemporary Music ist.