Der Britische Gitarrist Keith Rowe (geb. 1940) ist einer der Improvisierer die am meisten zu der Definition eines neuen Vokabulars für die Gitarre beitrugen.
Rowe begann seine Karriere als Jazz Gitarrist in den frühen 1960er Jahren und war Gründungsmitglied von AMM in den der Mitte des Jahrzehnts (verließ ie Band jedoch 2004 zum zweiten Mal) und Gründungsmitglied von M.I.M.E.O. Er lernte bildende Kunst und gestaltete seine Album-Cover mit eigenen Bildern.
Nach Jahren in denen er nur Insidern bekannt war, erreichte er spätenstens in den 1990er Jahren einen relativ weiten Bekanntheitsgrad und ist seitdem viel mit Touren und Aufnahmeterminen unterwegs.
Er wird als der Pate der elektroakustischen Improvisation gesehen und viele seiner jüngeren Aufnahmen wurden entsprechend von Erstwhile Records veröffentlicht.
Rowe entwickelte verschiedenen Techniken für präparierte Gitarre: er legt die Gitarre flach auf den Tisch und manipliert Saiten, Korpus und die Tonabnehmer in unorthodoxer Art und Weise um düstere, spannende, vielfaltige und fremdartig klingende Klänge zu produzieren.
Er nutzt gerne Objekte wie einen Bibliotheksausweis, ein Radiergummi, Sprungfedern, batteriebetriebene Ventilatoren, Krokodilklemmen und normale Büromaterialien, um die Gitarre zu bearbeiten. Zuweilen integriert er live-Radio in seine Performances, inklusive Kurzwellensendern und Numberstations (die Tonabnehmer der Gitarre fangen ebenfalls Radiosender ein und übertragen sie über den Amp).
Rowe arbeitete mit unzähligen Komponisten und Musikern zusammen, unter anderme mit Cornelius Cardew, Christian Wolff, Howard Skempton, Taku Sugimoto, Otomo Yoshihide, Sachiko M, Oren Ambarchi, Christian Fennesz und Peter Rehberg.