MaxScore
Eine Konferenz über neue Medien wie die Music in the Global Village Konferenz bringt die Gelgenheit mit sich, neue Forschungen und Entwicklungen zu präsentieren. Der Fokus liegt auf Echtzeit-Komposition und -Notation, welche zwei wichtige Zutaten der Netzwerk-Musik-Performance sind.
Die Möglichkeit, Musik in Echtzeit, mit vorgegeben Regeln zu komponieren und das Ergebnis sofort als Standard-Notation dagestellt zu bekommen bringt eine neue Dimension in diese recht junge Kunstform, die genausosehr von den Weiterentwicklungen in der Netzwerk Technologie abhängt, wie von der erfolgreichen Anwendung musikalischer Ideen — und daher den klassisch ausgebildeten Musikern die Gelegenheit gibt, an Performances teilzunehmen, die anfangs nur “Geeks” und Technik-affinen Tüftlern vorbehalten schienen.
Zu diesem Zweck hat Music in the Global Village ein Max Objekt bei dem New Yorker Komponisten, Gitaristen und Programmierer Nick Didkovsky in Auftrag gegeben. Nick Didkovsky hat unter anderem JMSL (Java Music Specification language) entwickelt. Diese Max-Umgebung enthält auch JScore, ein hoch entwickeltes und idiosynkratisches Notations-Paket, das mittlerweile in Cycling ‘74 MaxMSP über das MaxScore Object integriert wurde. Durch dieses Objekt gewinnt MaxMSP leistungsfähige Notationsmöglichkeiten die es mit anderen Kompositionswerkzeugen wie OpenMusic und PWGL gleichziehen lassen.
ScoreTranslator
Um MaxScore mit dem Notations-interface von Quintet.net zu verbinden (der Performance Plattform des European Bridges Ensembles), schrieb der ungarische Komponist, Programmierer und Physik-Student Ádám Siska das Java-basierte MaxMSP-Objekt ScoreTranslator, welches die XML-tags aus JScore in Max-Listen konvertiert und zusätzliche Informationen über die zeitlichen Notenabstände hinzufügt. Die Funktionen, die es bereitstellt, sind eine wichtige Voraussetzung für das Echtzeitkompositions- und Notationsframework von Quintet.net
Beides Werke sind Aufträge von Bipolar, dem Sponsor des Music in the Global Village-Projekts.
